ArsVersa
Kunst-Stiftung

Der Gründer als Künstler

„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.“

 

Banal und wahr.

 

Infinit lassen sich Relationen und Assoziationen hinzufügen, die schon am nächsten Tag verworfen werden mögen. Die Metapher gleicht der Unmöglichkeit die Maxime eines Künstlers ad finitum zu beschreiben.

 

Günter Schmelcher setzte seinen Werken nur durch den materiellen Rahmen der Leinwand Grenzen. Ihr Inhalt, die Unendlichkeit. Wir sehen seine Versen und mit ihnen das Universum. Phantastisch enigmatisch die Weite des Weltalls und wir darin als ein Teil des Ganzen und das Ganze − ein Teil von uns.

 

Jedes seiner Werke spricht für die Motivation, einer Antwort auf kosmologische Fragen näherzukommen. Doch jedes Bild wirft ein weiteres Mysterium auf.

 

So bewegt sich sein Gedankenkonstrukt von den Versen hin zur Dichotomie von Raum und Zeit in der Sphäre sowie auf Erden. Dort gelangen wir zu individuellen Kosmen und einer Welt in der sich ein jeder seine eigene Wirklichkeit baut.

"Visionen vom vielfältigen kosmischen, versalen Geschehen." (G. Schmelcher)

An dieser Stelle geben wir einen Einblick in die Gedankenwelt Günter Schmelchers:

 

Wir, die Bewohner des 3. Planeten eines Sterns - der Sonne - sind mitten drin in diesem Geschehen. Die Räume - die Zwischenräume - sind groß und unsere Galaxis ist nur eine von Milliarden in unserem Uni-Versum, das wiederum nur eines von vielen anderen Uni-Versen ist, jedes aus einem sogenannten Urknall entstanden, wie winzige Blasen im kosmischen Schaum. Blasen, die enstehen und vergehen und wieder entstehen...

 

 

 

Zeitspuren

 

Das Thema in Variationen: Verläufe, Bahnen, Spuren. Spuren von Etwas. Etwas geschieht und hinterläßt Spuren. Raum entsteht im Verlauf der Zeit. Spuren der Veränderung, des Wandels. Spuren von Werden und Vergehen. Leben. Leben als Prozeß. Wandel ist immer. Wandel ist Bewegung. Bewegungsspuren. Raum und Zeit als Bühne für den Wandel. Veränderung wird erkennbar im Vergleich von vorher und danach. Das Bild als Momentaufnahme. Ein Ausschnitt aus einem umfassenderen Geschehen. Jedes Bild ein eigenes Geschehen; aber Teil des Ganzen. Einblick in das Elementare wie in das Belanglose. Beobachter der Quantenwelt und der Hauswände. Der Betrachter als Spurenleser. Spurensuche. Punkte reihen sich zu Linien. Schattierungen, Überlagerungen, Verdichtungen. Schichten werden freigelegt, Raum und Zeit werden entfaltet. Aufbrüche, Abbrüche, Risse und ... Leere. Wir sind mittendrin. Es könnte alles auch ganz anders sein. Zeitspuren sind Lebensspuren.