ArsVersa
Kunst-Stiftung

A. Borgmeier

VITA

Andreas Borgmeier, 1967 in Meschede/NRW geboren, absolvierte an der FREIEN KUNSTSCHULE MUNZINGEN in Freiburg sein Kunststudium in der Fachrichtung Bildhauerei. Nach einer 4-jährigen freiberuflichen Tätigkeit als Künstler von 1994-98 folgen Unterrichtstätigkeiten als Kunstlehrer an verschiedenen Schulen. 2007 nahm Andreas Borgmeier seine freiberufliche Tätigkkeit als Bildhauer wieder auf. Seit 2010 lebt er in Potsdam und arbeitet sowohl dort als auch in seinem Berliner Atelier. Während sein Arbeitsschwerpunkt im Bildhauerischen liegt, realisiert Borgmeier immer wieder auch grafische und malerische Projekte. Seit 2009 präsentiert er seine Werke wieder in  Einzel- und Gruppenausstellungen. 

"über sinnliches hinaus greifen, außerhalb der begriffe fischen, weder objektiv noch subjektiv, sondern schöpferisch..." (A. Borgmeier)


Andreas Borgmeier ist ein Bildhauer, der nach Einfachheit und einer Ursprünglichkeit sucht, die Lebendiges menschlichen Seins sichtbar machen kann. Leicht und sanft sind die Bewegungen, die Borgmeiers  Skulpturen beschreiben: Voll einfacher Poesie und doch enorm in ihrer Wirkung.

Mit der Kettensäge werden die Figuren von ihm aus großen Holzblöcken herausgeschält und dann überwiegend mit dem Beil zu ihrer endgültigen Form ausgearbeitet. Abschließend stehen raue, tief durchfurchte Oberflächen kontrastreich neben geschliffenen Flächen und raumgreifenden, weiten Bewegungen. Zusätzliche Spannung erzeugen darüber hinaus oftmals ins Holz eingegliederte Eisenelemente, die wie Gedankenfragmente, Artikulationsmomente wirken. Sie geben der Figur Widersprüchlichkeit, aber auch Halt im offenen Raum.

Ebenso wichtig wie die Form wird für Borgmeier im Schaffensprozess die Farbe. Form bewegt Farbe - so wird denn auch vom Künstler selbst ein Anliegen seines künstlerischen Schaffens beschrieben. Farbe kleidet die Form in ein emotionales Gewand, betont ihre Struktur und Oberfläche und akzentuiert Bewegungen. Die den Holzarbeiten aufgetragene Farbgebung eröffnet eine weitere Dimension, die Werke wahrzunehmen und leitet über zu Borgmeiers abstrakten Gemälden.

Andreas Borgmeier wendet sich in einer sehr ursprünglichen Art Materialien und Dingen zu, um aus ihnen etwas zu formen, das neu verstanden, neu bedacht werden kann. Er stellt die Dinge in gebotener Schlichtheit nebeneinander, lässt sie in Räume ragen, wo sie einen Gedanken neu bewegen und ein Gefühl neu zu entfachen vermögen.